Kultur-Transfair IV [2014]

Ausgehend vom Besuch der Tanztheaterproduktionen „The Boys are Back in Town“ und „Boys don‘t cry“ (TheaterFOXFIRE & DSCHUNGEL WIEN) setzte sich der DSCHUNGEL WIEN gemeinsam mit 8-10 männlichen Jugendlichen des Landesjugendheim Korneuburg mit den Themen „Vater-Sohn-Beziehungen“, „Männlichkeit“ und „Tanz als mögliche Ausdrucksform für Jungs“ auseinander. Im Rahmen von Workshops mit der Regisseurin Corinne Eckenstein sowie mit den jungen Darstellern haben die Jugendlichen des Landesjugendheim Korneuburg mit Bewegung und assoziativen Übungen selbst theatrales Tun erprobt und dadurch verschiedene Aspekte rund um das Thema „Männlichkeit“ kennengelernt. Ein Blick hinter die Kulissen hat den Teilnehmern darüber hinaus Einblick in die verschiedenen Berufsfelder gegeben, die im Theater zum Einsatz kommen.
Neuzugewanderte Jugendliche formulierten ihre Meinungen, Ideen und Wünsche zum eigenen Lebensraum. In vier Workshops übersetzten sie diese Statements mit Hilfe von Musikern in Musik: In Kleingruppen wurden musikalische Motive auf unterschiedlichsten Instrumenten eigenständig einstudiert und im gemeinsamen Gruppenprozess eine Komposition erarbeitet. Dieses musikalische Manifest wurde im Rahmen des Projekts urbo kune des Klangforums Wien, das sich der Vision einer gemeinsamen europäischen Hauptstadt der Kultur, Bildung und Wissenschaft widmet, präsentiert.
Die Gründe, sich an die Beratungsstelle „Frauen beraten Frauen“ zu wenden, sind vielfältig. Allen gemeinsam ist der Wunsch nach einer frauenspezifischen, ermächtigenden Beratung in Lebenslagen, die meist von sozialen, psychosomatischen und psychischen Problemen geprägt sind.
Ein Ziel der Workshop-Reihe „Taktlos Tanzen?!“ war es, ein Gegenprogramm zum belasteten Alltag zu bieten. Über verschiedene Zugänge zu zeitgenössischem Tanz wurden das eigene Körpergefühl geschärft und neue Formen des Ausdrucks, von Bewegung im Raum erprobt. Die Teilnehmerinnen konnten in professionell geleiteten Workshops aus der Reihe tanzen, sie erfuhren Theoretisches über zeitgenössischen Tanz & Performance, besuchten gemeinsam die Vorstellung "Yes we can’t" der Forsythe Company im Tanzquartier Wien und hatten die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen. Sie lernten das Haus und dessen Programm auch „hinter den Kulissen“ kennen und fanden in der Gruppe neue Kontakte, mit denen Sie vielleicht zukünftig den Kulturpass gemeinsam nützen können.
Ziel des Projekts "StoffLicht" war der Austausch zwischen dem Fotomuseum WestLicht und den Teilnehmerinnen des friends Deutschkurses. Im Mittelpunkt stand neben einem gegenseitigen Kennenlernen der jeweiligen Institution, das Medium Fotografie.
Durch einen experimentellen Fotoprozess, bei dem ein Foto durch lichtempfindliche Farbe und Sonnenlicht auf Stoff belichtet wird, entwickelte sich die Fotografie zum Sprachrohr der ausschließlich türkisch sprechenden Frauen aller Altersgruppen.
Das Projekt StoffLicht ermöglichte den Frauen eine Mobilisierung und hat einen neuen Blick auf die scheinbar gewohnte Umgebung bewirkt. Im Vordergrund stand auch die Entwicklung einer Offenheit gegenüber Neuem und damit verbunden die Stärkung des Selbstbewusstseins. Die Arbeiten wurden zum Abschluss in Form einer Installation im Fotomuseum WestLicht präsentiert.
Gemeinsam mit TeilnehmerInnen des Arbeitsintegrationsprojekts von ITS Wien Laube (7. Bezirk) und KlientInnen des Sozialpsychiatrischen Ambulatorium Floridsdorf (21. Bezirk) ging das Wien Museum auf Spurensuche in den jeweiligen Bezirken. Es wurden historische, geographische und architektonische Gegebenheiten erkundet und in Verbindung mit individuellen Erfahrungen, Erlebnissen, Erinnerungen und Emotionen der TeilnehmerInnen gebracht.
Ausgangspunkt war das Wien Museum mit seinen historischen Objekten, Bildern und Stadtplänen und die Museumsarbeit selbst, das Sammeln, Bewahren, Forschen und Präsentieren. Bei Grätzelspaziergängen in den Bezirken wurde das bereits Erfahrene vertieft und durch eigene Beobachtungen ergänzt. So wurden zum Beispiel Gebäude aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet: historisch, archäologisch und persönlich - wann und wie sind sie entstanden, was existierte zuvor an ihrer Stelle, welche besonderen Ereignisse fanden dort statt und welche eigenen Gefühle rufen sie hervor.
Entstanden ist eine andere Wahrnehmung des persönlichen Lebensraums, welche die TeilnehmerInnen auf unterschiedlichste Art dokumentierten (zeichnen, schreiben, fotografieren, sammeln, etc.). Dadurch war es möglich, eine neue Art von Stadtplänen zu entwerfen, welche im Rahmen eines gemeinsamen Festes der beiden Gruppen vorgestellt wurden.
Partnerschaften

DSCHUNGEL WIEN Theaterhaus für junges Publikum / Landesjugendheim Korneuburg

Klangforum Wien / Inerface Wien GmbH.

Tanzquartier Wien / Frauen beraten Frauen

WestLicht Fotomuseum / friends - Interkulturelles Kinder-, Jugend und Familienzentrum

Wien Museum / ITS Wien Laube GmbH / PSD 21