Kultur-Transfair VI [2016]

Ein Stadterforschungs-Projekt im Gehen zur Erweiterung des meist eingeschränkten Bewegungsgradius’ unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Wien.

Zu Fuß und mit dem Citybike zeigten wir uns gegenseitig Orte, wo Wien zum Verweilen, Nutzen, Wiederkommen einlädt, und hielten sie fotografisch fest. Wir entwickelten eine Kartografie alter und neuer Wege und schrieben uns mittels eines alternativen Stadtplans in die Gegenwart der Stadt ein. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Ausstellung „Zoom! Architektur und Stadt im Bild“  im AzW präsentiert. Kooperationspartner*innen: WestLicht, AzW, Arbeiter- Samariter-Bund (Haus Ottakring)
Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung im Alter von 15 bis 30 Jahren werden über die Freizeitassistenz von integration wien begleitet.

In vier aufbauenden Workshops wurden diese Jugendlichen mit dem Kunsthistorischen Museum und seinen Sammlungen vertraut gemacht. Insbesondere bestimmte Themen, die für diese jungen Menschen und ihre Situation besonders relevant sind, wurden anhand von Bildern und Objekten aufgegriffen.
Die Jugendlichen konnten dabei selbst aktiv werden und die Auswahl mitentscheiden. Im Atelier konnten sie dann ihre Ideen zu diesen Themen kreativ verarbeiten.
- Kunst beflügelt: wodurch scheinbar Unmögliches möglich wird  
- Kunst macht stark: was Freundschaft und Liebe bewirken können
- Kunst belebt: ausgelassene und ernste Feste feiern
- Selfie im Museum: Selbstdarstellung

In jedem der Workshops wurde mit anderen Techniken und Materialen gearbeitet, am Schluss gab es eine kleine Präsentation der angefertigten Werke im Atelier des Museums, zu der Familie und Freunde eingeladen waren.
Darüber hinaus wurde ein Buch aus Fotos der Werke und kurzen Texten erstellt, das als gemeinsame Erinnerung und Anregung für weiteren Austausch in der Freizeiteinrichtung der "Freizeitassistenz" aufliegen wird. Jede/r TeilnehmerIn erhält außerdem ein persönliches Exemplar als kopierte Broschüre.
In diesem Projekt konnten die jugendlichen TeilnehmerInnen des BIKU-Treffs herausfinden und erkunden, was das Museum und die Umgebung des BIKU-Treffs im Bezirk Hernals und Ottakring zu bieten hat. Dabei sollte entdeckt werden, ob sich Parallelen zwischen dem Streunen in der Stadt und dem Flanieren in einem Museum finden lassen.  

Durch die kreativen Prozesse des Wahrnehmens, Sammelns, Erkundens, Ausprobierens und der Begegnung mit der Kunst sollte sich auch die Wahrnehmung der alltäglichen Umgebung der Jugendlichen verändern.

Gestaltung von Taschen für ein Taschenarchiv, Kartieren durch Hernals und Ottakring, die mumok-Sammlung, sowie ein Besuch im Bezirksmuseum und die Gestaltung eines individuellen Artbooks der eigenen Sammlungen waren hierbei zentrale praktische Elemente für dieses Projekt. Diese praktischen Elemente wurden bewusst offen gehalten, um die Mitgestaltung, Beiträge und Ideen der Jugendlichen in das Projekt einfließen zu lassen.
3-Phasen-Modell
1. Phase: Führungen und Basisworkshop November 2016 - Februar 2017
Ausflug ins Volkstheater mit Bühnenführung mit Berufsorientiertem Fokus. Anschließend 90 Minuten Basisworkshop mit Fokus auf gruppendynamische Prozesse im Schwarzen Salon des Volkstheaters.

2. Phase: Aufbauworkshop in der VHS Februar - April 2017
Das Team des Jungen Volkstheaters kommt in die VHS und führt Trainings durch, die den Fokus auf Mehrsprachigkeit, non-verbale Kommunikation und Präsenztraining setzt. Darüber hinaus wird sich mit dem (postdramatischen) Theaterbegriff auseinandergesetzt.

3. Phase: Theaterbesuch April - Mai 2017
Zum Ende des Projekts besuchen die Teilnehmenden gemeinsam die Produktion „Die Summe der einzelnen Teile“
Zusatz für Interessierte

Newcomer: Interessierte Jugendliche können Teil des Begleitprojekts „Newcomer“ werden, in dem sich mit Umbrüchen in der eigenen Biografie verknüpft mit dem Bezirk Ottakring beschäftigt wird.

Zwischenpräsentation im mumok: Im Jänner ist eine Zwischenpräsentation im mumok geplant, bei der die Teilnehmenden eingeladen sind, den Probenprozess der Inszenierung „Die Summe der einzelnen Teile“ zu beobachten. Es besteht auch die Möglichkeit ab Dezember noch komplett ins Projekt einzusteigen.
Im Trickfilm- und Soundprojekt von ZOOM Kindermuseum und JUVIVO.15 lernten Mädchen und junge Frauen im Alter von 8 bis 16 Jahren aus sozial und/oder ökonomisch benachteiligten Familien in Workshops im ZOOM Trickfilmstudio den selbst bestimmten und kreativen Umgang mit neuen Medien. Im Teamwork produzierten sie begleitet von Künstler_innen Trickfilme und Sounds.

Das Projekt wurde mit einer Präsentation für Eltern, Verwandte und Freund_innen im ZOOM Kindermuseum (1. April 2016) und einer in der Lugner City (27. April 2016) abgeschlossen.
Partnerschaften

Architekturzentrum / WestLicht - ASB Haus Ottakring

Kunsthistorisches Museum Wien - Integration Wien

mumok - BIKU Treff.

Junges Volkstheater - Volkshochschule Ottakring VolksTheaterStarter

ZOOM Kindermuseum - JUVIVO15.