Kultur-Transfair VIII [2018]

Bei diesem Projekt haben sich zwei Sozialeinrichtungen und eine Kulturinstitution zusammengetan: die Volkshilfe Wien Produktionsschule Jobfabrik, die Caritas UMF WG St. Gabriel und das Volkskundemuseum Wien. Die Caritas und die Produktionsschule arbeiten mit Jugendlichen zwischen 15 und 20 Jahren. Das Volkskundemuseum ist ein Ort, an dem Alltagskultur(en) und -praxen verhandelt werden.  Nun bilden Alltagsgegenstände, die eine zentrale Bedeutung für diese Jugendlichen haben, den Ausgangspunkt für Recherchen und künstlerische Ausdrucksformen, im Austausch untereinander und mit dem Museum.  Eines der Ziele ist ein gemeinsames Produkt zu diesem Thema zu entwerfen, z.B. einen Handyfilm oder eine kleine Ausstellung in der öffentlichen Passage des Museums.
Gemeinsam singen, loopen, beatboxen und mehr! In mehreren Workshops verwandeln sich die teilnehmenden Jugendlichen zu Mitgliedern einer »Girl-Vocal-Band«. Gecoacht und betreut werden sie von der Wiener »Female A-Cappella Soul-Pop«-Band »Beat Poetry Club«. Das selbstbewusste, professionelle und erfolgreiche Frauenquintett hat das Potenzial, nicht nur auf musikalischer Ebene als Role-Models für die Mädchen und jungen Frauen zu fungieren, wenn es darum geht, die eigene Stimme zu erheben und zum Klingen zu bringen – ganz nach dem Motto: "Mit voller Frauenpower voraus!" 
Leistbares Wohnen stellt schon lange kein ausschließliches Problem einkommensschwacher Personen dar, sondern betrifft heutzutage einen Großteil der Gesellschaft vor allem im städtischen Raum Österreichs.
Der Verein WOBES, Betreutes Wohnen, bietet Unterstützung für Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Ziel des Projekts ist es, den ProjektteilnehmerInnen im Rahmen von Stadtführungen alte sowie neue Wohnformen und -konzepte näherzubringen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, über (Wohn-)Bedürfnisse und GeWOHNheiten zu reflektieren, um eigene Entwicklungsspielräume zu erweitern.
Mittels einfacher Planungsmethoden und „Werkzeuge“ erhalten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, eigene Raumideen zu entwickeln, Wohnkonzepte zu erstellen und diese in Form von Modellen darzustellen. Dem Architekturzentrum Wien, als einladende Kulturinstitution, kommt in diesem Zusammenhang eine zentrale VermittlerInnen-Funktion zu. Den Abschluss des Projektes bildet eine Präsentation der Entwürfe im Architekturzentrum Wien.
In der Gegenüberstellung einzelner Sammlungsobjekte aus dem Weltmuseum Wien (außereuropäische Kunst/Alltagsgegenstände) und Volkskundemuseum (europäische Alltagsgegenstände/Kunsthandwerk) wird der Begriff Heimat von Teilnehmer*innen des Vereins Login untersucht.
Die Beschäftigung mit den Sammlungsobjekten ist Motor für Diskussionen und die Suche nach Antworten auf Fragen wie: Was ist alltäglich, was ist anders? Was brauche ich um mich heimisch zu fühlen? Wann wird Fremdes heimisch? Wie findet Aneignung statt? Wird Kultur nach ihrer Herkunft bewertet?
Die Annäherung an den Begriff Heimat findet über die Ausstellungsobjekte in Führungen und Workshops statt. Einzelne Gegenstände werden von den Teilnehmer*innen in einem Museum ausgewählt und mit Objekten des anderen Museums kontextualisiert. Die darauffolgende Auseinandersetzung findet über künstlerische Ausdrucksmittel und Diskussionen statt.
Partnerschaften

Volkskundemuseum / Volkshilfe Wien Produktionsschule Jobfabrik & Caritas UMF WG St. Gabriel

Jeunesse / Juvivo 15

GeWOHNheit

1000 und eine Heimat